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Legion - Zeichen an der Wand

Dieser typografische Zyklus stellt Zitate der Bibel als Graffiti dar. Die Verbindung erscheint zunächst ungewöhnlich: die Worte der Bibel sind mehr als zweitausend Jahre alt und stehen in einem völlig anderen Zusammenhang als moderne Graffiti. Aber zwei Eigenschaften des modernen Graffiti verdienen besondere Aufmerksamkeit: Graffiti als Stil (Form) und Graffiti als öffentliche Nachricht (Inhalt).
Bibelworte als Graffiti sind Forderung und Aufforderung. Bereits das Alte Testament beschreibt »die Zeichen an der Wand« (das Menetekel). Die Geschichte vom König Belsazar, der die Zeichen nicht lesen konnte, ist allgemein bekannt.
Daneben bietet die Bibel aber auch weitaus glimpflichere Zitate an. Und es lohnt sich, diese Gebote, Mahnungen, Warnungen und Verheißungen aus dem Bibeltext heraus zu lösen. Einfache Aussagen wie Du sollst nicht töten und Noah fand Gnade ermuntern zum Nachdenken, weil der ursprüngliche Zusammenhang fehlt.
Graffiti bietet eine Fülle von Stilmitteln, diese Bibelzitate neu zu kleiden und zu verkleiden. Sichtbare Sprache ist lebendige Sprache, gegenwärtige Sprache. Sie stellt Forderungen an den Leser, sich mit dem Inhalt auseinander zu setzen. In die Gegenwart übertragen, werden die Bibelworte in den Blickpunkt gerückt, um sich erneut und anders bemerkbar zu machen. Weiterlesen bei: transkrypt.de...

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Das Salz der Erde Den ersten Stein Denn sie wissen nicht, was sie tun Der Herr ist mein Hirte Du sollst nicht töten
Erlöse uns von dem Bösen Erquicket meine Seele Jesus-Judas Mene-Mene-Tekel Mich dürstet
Noah fand Gnade Selig sind... Und es ward Licht Wachet und betet